Fachtag: Professionelles Produzieren in der Krise – (Un)Sicherheit, Spielräume, Solidarität und schnelle Lösungen

Fachtag
Vortrag & Diskussion
Workshops & Seminare
13. März 2025 | 12:30 -
HAU Hebbel am Ufer – HAU3, Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin

Fachtag: Professionelles Produzieren in der Krise – (Un)Sicherheit, Spielräume, Solidarität und schnelle Lösungen

Die Herausforderungen für Produzent*innen und Produktionsleiter*innen scheinen größer denn je: Schwankende Fördermittel, langsame Kommunikation und kurzfristige Entscheidungen verlangen ein hohes Maß an Flexibilität, strategisches Denken und neue Ansätze. Vertreter*innen aus Kunst- und Kulturproduktion und weiteren Arbeitsfeldern kommen innerhalb dieses Fachtags zusammen, um gemeinsam zu reflektieren, wie professionelles Produzieren trotz dieser Bedingungen gelingen kann.

Wie sehen die aktuellen (kulturpolitischen) Rahmenbedingungen für die Kulturproduktion in Berlin aus? Welche Wege und Methoden haben Kolleg*innen entwickelt, um mit unvorhersehbaren Entwicklungen sicher umzugehen? Wo können Spiel- und Handlungsräume identifiziert und genutzt werden? Wie können Allianzen und Netzwerke in der Stabilisierung der Arbeits- und Produktionsbedingungen unterstützen? Die Fachveranstaltung bietet Raum für Austausch über Arbeitserfahrungen und solidarischen Wissenstransfer und richtet sich primär an Produzent*innen und Produktionsleitungen. Künstler*innen und sonstige Akteur*innen der Freien Szene sind ebenso herzlich eingeladen.

Die Fachveranstaltung bietet Raum für Austausch über Arbeitserfahrungen und solidarischen Wissenstransfer. In praktischen Workshops werden Produktionsleiter*innen und Produzent*innen in den Bereichen alternative Finanzierungsmöglichkeiten, Liquiditätsplanung, Vertragsrecht und Konfliktmanagement qualifiziert.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Performing Arts Programm Berlin, dem HAU Hebbel am Ufer und der produktionsbande.

 

Programm

12:30 Uhr                           

Begrüßung und Einführung

Mit Sarah Stührenberg (Performing Arts Programm Berlin) und Kolleg*innen der produktionsbande


Vortrag: „Zur Lage der Kultur- und Kreativwirtschaft“

Mit Melanie Seifart (Kreativ Kultur Berlin)

Auch die Kreativ- und Kulturwirtschaft steht unter zunehmendem Druck: In diesem Vortrag werden zentrale Herausforderungen und aktuelle Entwicklungen dieser vielfältigen Branche beleuchtet. Wie geht es den Teilmärkten aktuell, hat sich die Erholung nach der Pandemie gehalten und welchen Einfluss haben die aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen auf diese wichtige, umsatzstarke Wirtschaftsbranche?

 

Vortrag: „Let’s Talk – Aktueller Gesprächsstand zwischen Kulturpolitik, Verwaltung und Szene“

Mit Philipp Harpain (#BerlinIstKultur, Grips Theater)

Kulturproduktion braucht Rahmenbedingungen: diese werden zwischen Kulturpolitik, Verwaltung und Verbänden sowie weiteren Initiativen und Strukturen stets ausgehandelt. Aktuell laufen die Gespräche heiß und es ist nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Dialog- und Beteiligungsformate, Gremienarbeit, Demonstrationen… wer spricht wo mit wem und wie ist der Stand? Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Gesprächsstände und anstehende Termine.

 

13:00 bis 14:00 Uhr    

Austausch: „Business-Lunch – Veganes Vergabeschnitzel mit Pellkartoffeln auf kleinem Bewilligungssalat, Sauce KFP und einer Prise Solidarität“

Wer kennt’s nicht: Der Arbeitsalltag strengt an, die To Do-Liste wird länger statt kürzer, das Handy klingelt, das Mailfach geflutet, der Gruppenchat blinkt und der Magen knurrt. Der Kollegin geht es ähnlich – also Jacke an, rüber zum Lieblingsbistro, nächsten Imbiss oder die Parkbank und gemeinsam essen, Dampf ablassen, aber auch: sich beraten. Denn während der Business-Lunch den Magen füllt, erfüllt er auch den Zweck des kollegialen Austauschs.

Wir nehmen diese Idee auf und laden ein, zu sich zu stärken: Zu vier Themenschwerpunkten nähern sich Kolleg*innen aus Kunst, Kultureller Bildung, Verwaltung, Recht und Produktion bei einer nährenden Mahlzeit stellvertretend ihren dringendsten Fragen. Sie geben in kurzen Statements Einblick in ihre aktuellen Arbeitsstände und Aufgaben und laden zur gemeinsamen Reflektion ein. Wie könnte man dieser Herausforderung begegnen? Dabei ist Raum für Anregungen und Fragen der Gäste, weitere Perspektiven und Anliegen und generell offenen Austausch. Haltet eure Terminkalender am Ende bereit, um weitere gemeinsame Verabredungen festzuhalten!

 

Tisch #1: „Zwischen den Töpfen – Kunst, Kultur und Kulturelle Bildung“
Mit Kerstin Wiehe (Initiative Kulturelle Bildung Stärken!), Franziska Münz (kultur_formen), Kolleg*innen des Theater X, Inka Löwendorf & Julia von Schacky (Heimathafen Neukölln) und Moritz von Rappard (Referat II A Grundsatz und Recht, Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, angefragt) sowie Dr. Kai Schöpe (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, angefragt)

Kulturelle Bildung und die (darstellenden) Künste sind eng miteinander verwoben. Künstlerische Projekte, die einen Fokus auf Teilhabe legen, kreative Räume für Communities schaffen oder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten werden dennoch häufig in der Förderlogik stärker der kulturellen Bildung als der Kunst zugeschrieben. Projekte werden aus unterschiedlichen Fördertöpfen mit eigenen Richtlinien, Prioritäten und Zielsetzungen finanziert, sie haben unterschiedliche Ansprechpartner*innen und nicht selten fallen sie in der Diskussion um bessere Arbeits- und Produktionsbedingungen und die Lobbyarbeit für die Sicherung von langfristiger Finanzierung durch alle Raster.

Dieser Business-Lunch lädt ein, über Schnittstellen und gemeinsame Perspektiven zu sprechen. Wie können Projekte an der Schnittstelle von Kunst und Kultureller Bildung gestärkt werden? Welche Förderlogiken befördern oder behindern die Wirksamkeit teilhabeorientierter Kulturprojekte? Und wie könnten Grenzen zwischen den Töpfen überwunden werden?

 

Tisch #2: „Yes, No, Maybe – Planungs(un)sicherheit in den (Darstellenden) Künsten“

Mit Aurora Kellermann (Tatwerk), Aminata Oelßner (She She Pop), Kysy Fischer (Performerin), Jan Rohlf (CTM Festival) und Kolleg*innen der produktionsbande

Die (darstellenden) Künste üben sich weiter in Ausdauer: Zwischen kurzfristigen Förderentscheidungen, unvorhersehbaren Kürzungen und der Notwendigkeit langfristiger Planungen müssen Kulturakteur*innen immer wieder aufs Neue navigieren und umplanen. Wie gehen Institutionen, Künstler*innen und vor allem die Produzent*innen und Produktionsleiter*innen mit dieser Ungewissheit um?

Dieser Business-Lunch lädt ein, Herausforderungen, Strategien und mögliche Lösungen miteinander zu teilen. Welche Ansätze können helfen, trotz unsicherer Rahmenbedingungen kreativ und nachhaltig zu arbeiten?

 

Tisch #3: „Gemeinsam gestalten – Netzwerke, Strategien und Perspektiven für die Freie Szene“

Mit Philipp Harpain (#BerlinIstKultur!), Franziska Stoff (Landesmusikrat Berlin), Dr. Alexander Graeff (Berliner Literaturkonferenz), Anke Politz (Vorstand LAFT Berlin) und Stefanie Seidl/Lisa Schorm (Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen, angefragt) sowie Wibke Behrens (Kulturpolitische Gesellschaft e. V.)

Demokratie lebt von Beteiligung – auch im Kulturbereich. Die Gestaltung unserer Arbeits- und Produktionsbedingungen ist nicht nur eine Frage von Ressourcen, sondern auch von Mitbestimmung und Zusammenarbeit. In den letzten Monaten sind Engagement und Solidarität der Freien Szene noch stärker spürbar geworden. Doch während dadurch viel geschafft wurde: Zeit zum Ausruhen ist keine. Nach dem Haushalt ist vor dem Haushalt: Strukturen und Einzelakteur*innen müssen aufgefangen und gestärkt und solidarische Lösungen für schwerwiegende Entscheidungen gefunden werden.

Dieser Business-Lunch bietet praxisnahe Einblicke und Ansätze, wie Kulturakteur*innen ihre Arbeits- und Produktionsbedingungen aktiv mitgestalten können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Akteur*innen der Freien Szene demokratische Dialogräume für sich nutzen und sich effektiv in bestehenden Netzwerken und Allianzen einbringen können. Welche relevanten Netzwerke und Interessenvertretungen arbeiten an welchen Aufgaben und wo braucht es weitere Unterstützung?

 

Tisch #4: „Strukturumbau – Leitungen zwischen sozialer Verantwortung und Sparzwang“

Mit Lars Zühlke (HAU Hebbel am Ufer), Andrea Niederbuchner (Sophiensaele), Florian Stiehler (Stiftung Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung), Matthias Mohr (Radialsystem), France-Elena Damian & Lydia Ziemke (tak – Theater Aufbau Kreuzberg) und Natalie Bayer (FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum)

Kulturelle Einrichtungen und ihre Leitungen stehen unter doppeltem Druck: Einerseits verlangen Sparzwänge und schwerwiegende Kürzungen eine Reduktion von Ausgaben, andererseits möchten sie ihrer sozialen Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiter*innen gerecht werden. Darüber hinaus erlauben nicht alle Strukturen Umstrukturierungs- oder gar Verschlankungsprozesse: Viele Verträge sind fest geschlossen. Wie schaffen Leitungen den Spagat zwischen sozialer Verantwortung, Transformation und Erhalt eines publikumswirksamen künstlerischen Programms?

Dieser Business-Lunch bietet Raum für Erfahrungsaustausch und gegenseitige Strategieberatung. Wie kann eine verantwortungsvolle Personal- und Ressourcenplanung aussehen und wie kann mit Transformationsprozessen vertrauensvoll und transparent umgegangen werden? Welche Wege und Lösungen wurden hier bereits gefunden?

 

14:00 bis 14:30 Uhr

Pause

 

14:30 bis 16:30 Uhr

Workshops und Einzelberatungen

 

Workshop A: „The Show Must Go On: Ressourcenorientierte Finanzierungsmöglichkeiten“

In deutscher Lautsprache, Q&A in englischer Lautsprache möglich.

Mit Panni Néder (Regisseurin)

In der aktuellen Förderlandschaft reichen gute Projekte, überzeugende Anträge und jahrelange Erfahrung nicht immer aus, um eine Finanzierung zu erhalten. Was tun, wenn Fördermittel ausbleiben? Welche Ressourcen haben wir bereits, und wie können wir sie strategisch nutzen?

Der Workshop legt den Fokus auf gemeinschaftliche Ansätze und den Austausch innerhalb der Teilnehmenden. Dabei werden konkrete Strategien entwickelt und darüber reflektiert, wie Crowdfunding, Sponsoring und andere alternative Finanzierungsmodelle an eigene Projekte angepasst werden können. Im Vordergrund stehen individuellen Ressourcen, Netzwerke und Erfahrungen der Teilnehmenden, die ausdrücklich eingeladen sind, ihre aktuellen Projektideen mitzubringen. In einem moderierten, interaktiven Austausch werden mögliche Finanzierungswege analysiert und neue Perspektiven eröffnet. Der Workshop richtet sich insbesondere an jene, die mit einer konkreten Projektidee kommen und bereit sind, diese aktiv in der Gruppe zu teilen.

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 12. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 10. März 2025 unter: produktion [at] pap-berlin.de.

 

Workshop B: „Vertragsrecht: Rechte, Spielräume, solidarische Lösungen“

In deutscher Lautsprache, Q&A in englischer Lautsprache möglich.

Mit Fabian Rosonsky (Produktionsleiter)

Welche Vertragstypen kommen bei freien künstlerischen Tätigkeiten in Betracht? Braucht es immer einen schriftlichen Vertrag oder gibt es Alternativen? Was ist beim Aufsetzen eines Vertrags zu beachten und welche Details sollten unbedingt festgelegt werden? Welche Klauseln sollten stets genau geprüft werden und welche sind unwirksam? Und wie kann mit nicht einzuhaltenden Verträgen aufgrund der kurzfristigen und einschneidenden Kürzungen umgegangen werden? In diesem Workshop werden grundlegende Informationen zum Vertragsrecht geteilt und Fragen beantwortet.

 

Austausch & Workshop C: (Un)sicheres Denken und Sprechen

Mit Sandra Klöss & Elena Polzer (ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, produktionsbande)

Die aktuelle Gemengelage um Kürzungen und politisches Geschehen betrifft auch Produzent*innen und ihre Praxis auf verschiedene Weise. Dabei verschärfen sich teils bekannte Probleme: Viele bleiben aufgrund der prekären Lage nicht auf Dauer im Feld — erst recht nicht solo-selbstständig. Es gibt Abwanderung in Institutionen und andere Bereiche, Produktions- und Distributionsbüros hören auf. Mit ihnen geht immer wertvolles Wissen, Erfahrungen aus verschiedenen Zeiten der Freien Darstellenden Künste sowie Haltung verloren. Wie steht es um die, die noch da sind? Womit sind sie beschäftigt und was sind Bedarfe? Wie können wir den Entwicklungen begegnen und was braucht es dafür? Welche Methoden haben manche für die eigene Position und Zukunft gefunden? Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich zu diesen Fragen, Methoden und Handlungsmöglichkeiten auszutauschen.

In Kooperation mit produktionsbande.

 

Workshop D: Team-Kommunikation gemeinsam gestalten

Mit Eva Hartmann (Produktionsleiterin, Coachin)

Die aktuellen Unsicherheiten, der steigende Druck und unterschiedlichen Erwartungen können zu Spannungen führen. Produzent*innen und Produktionsleitungen stehen dabei häufig in der Mitte der entstehenden Konflikte. Mit Leitung und Mitarbeitenden navigieren sie die unterschiedlichen Bedarfe, helfen, Kompromisse bis hin zu zufriedenstellenden Lösungen zu finden und geraten dabei nicht selten selbst an ihre Grenzen. Der Workshop stellt Werkzeuge zur konstruktiven Bewältigung von Konflikten mit den Beteiligten vor und wie vertrauensvolle und offene Team-Kommunikation durch und mit allen gestaltet werden kann. Der Workshop richtet sich an Akteur*innen der Freien Darstellenden Künste mit Interesse an der Gestaltung von Team-Kommunikationsweisen.

In Kooperation mit produktionsbande.

 

Einzelberatungen: Individuelle Herausforderungen

In deutscher und englischer Lautsprache.

Expert*innen der Beratungsstelle bieten drei einstündige Beratungen zu Fragen rund ums Produzieren in den freien darstellenden Künsten sowie zur künstlerischen Selbstständigkeit an. 

Die Beratungen richten sich sowohl an Einsteiger*innen, transnationale Künstler*innen oder etablierte Akteur*innen und werden wahlweise auf Deutsch oder Englisch angeboten.

Interessierte können sich unter: beratung [at] pap-berlin.de zu einer Beratung anmelden und dabei kurz ihre Fragestellung skizzieren; die Anmeldung ist verbindlich. 

 

16:30 bis 17:00 Uhr

Pause

 

17:00 bis 19:00 Uhr

Podium: „Kulturproduktion – Zwischen Neuwahlen, Haushaltsverhandlungen und Solidarität“

Mit Janina Benduski (LAFT Berlin), Steffen Klewar (Fonds Darstellende Künste e.V.), Marcel Weber (Clubcommission), Simone Dede Ayivi (Regisseurin) und Helge-Björn Meyer (Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.), Moderation: Anne Schneider (Konzepterin, Regisseurin)

Die darstellenden Künste und generell die Kulturlandschaft Berlins sind erschüttert: Nach den enormen Kürzungen auf Landes- und Bundesebene ist sie geschwächt, wenn auch solidarisch zusammengewachsen. Viele Strategien wurden entwickelt, um mit unvorhersehbaren oder zumindest einschneidenden kulturpolitischen Entwicklungen umzugehen und den Erhalt einer diversen, teilhabeorientieren Kultur zu sichern.

Das Podium versammelt Kulturakteur*innen auf Landes- und Bundesebene, um über die aktuelle Situation zu reflektieren und sich guten Rahmenbedingungen für die Zukunft zu nähern. Wie können Kulturproduktion und ihre Arbeits- und Produktionsbedingungen stabilisiert werden, in Zeiten, in denen politische Entscheidungsprozesse und die öffentlichen Haushalte keine Stabilität bieten?


19:30 bis 21:00 Uhr

Filmvorstellung
Janina Möbius: „BLICKWECHSEL – Publika und Politiken der Darstellenden Künste“

In deutscher und englischer Lautsprache mit deutschen und englischen Untertiteln, ca. 60 min.

Die Kultur ist eines der wichtigsten Angriffsziele rechtsextremer Kräfte. Der ideologische Feldzug gegen die Künste wurde dabei in den vergangenen Jahren immer offener ausgetragen, Freund-Feind-Demarkierungen wieder eingeführt: Dem örtlichen Familientheater wird wegen des Besuchs einer Demo gegen Rechtsextremismus die Weiterfinanzierung versagt. Der Jugendtheatergruppe, die sich mit der NS-Zeit auseinandersetzt, werden zeitgenössische Analogien aus dem Text gestrichen. Dem queer-feministischen Kollektiv wird in Sozialen Medien Gewalt angedroht. All dies und vieles mehr ist in den vergangenen Monaten passiert. Mit “BLICKWECHSEL” untersucht Regisseurin Janina Möbius diese Entwicklung im Dialog mit Rimini Protokoll, CHICKS*, Katharina Warda, Julia Wissert und vielen weiteren Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Einblicke in Performances und Stücke aus der Breite der Darstellenden Künste zeigen dabei nicht nur, wie diese der zunehmenden Polarisierung entgegenwirken. Wenn in der Bürgerjury im Harz das queer-feministische Stück diskutiert und ausgewählt wird, im Rathaus Hanau die Chronologie der rassistischen Attentate von 2020 als performative Anklage nachgezeichnet wird und Kinder vor den Theatertüren in Ost-Berlin über Stereotype und Klassenunterschiede sprechen, dann zeigt sich ganz konkret, wie die Darstellenden Künste tagtäglich zum gemeinsamen Nach- und Weiterdenken einladen. Und damit die Demokratie nachhaltig stärken.

Ein Film von Janina Möbius im Auftrag des Fonds Darstellende Künste. Produktion: Soilfilms. Gefördert durch: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Wir bitten um gesonderte Anmeldung zum Film unter: tickets [at] hebbel-am-ufer.de

 

Ab 19:00 Uhr: Netzwerken in der Bar „Küche“

 

 

Anmeldung

++ Vielen Dank für das große Interesse! Die Veranstaltung ist ausgebucht. Leider ist keine Anmeldung mehr möglich. Wir bitten um Verständnis. ++

Eine Anmeldung für die Filmvorstellung ist weiterhin möglich unter tickets [at] hebbel-am-ufer.de.

Barrierefreiheit

Sprache

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt. Eine englische Flüsterübersetzung kann bei Bedarf bis zum 5. März 2025 angemeldet werden unter produktions [at] pap-berlin.de. Die Einzelberatungen finden auf englischer oder deutscher Lautsprache statt.

Räumliche Barrierefreheit

Die Veranstaltung findet im HAU Hebbel am Ufer – HAU3, Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin, statt. Alle Informationen zur Barrierefreiheit des Hauses finden sich hier: https://www.hebbel-am-ufer.de/service/barrierefreiheit

Anmeldung

++ Vielen Dank für das große Interesse! Die Veranstaltung ist ausgebucht. Leider ist keine Anmeldung mehr möglich. Wir bitten um Verständnis. ++

Eine Anmeldung für die Filmvorstellung ist weiterhin möglich unter tickets [at] hebbel-am-ufer.de.

Kontakt

Bei Fragen wendet Euch gerne an Sarah Stührenberg unter sarah.stuehrenberg [at] pap-berlin.de (sarah[dot]stuehrenberg[at]pap-berlin[dot]de) oder 030/ 20 45 979 14 (montags und donnerstags, 11 bis 16 Uhr).

Barrierefreiheit

Die Veranstaltung findet im HAU Hebbel am Ufer – HAU3, Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin, statt. Alle Informationen zur Barrierefreiheit des Hauses finden sich hier: https://www.hebbel-am-ufer.de/service/barrierefreiheit